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Die verbindende Klammer zwischen Bank und Hotel

Wann warst du zuletzt in einer Bankfiliale? Die meisten Bankgeschäfte erledigen wir heute online und erinnern uns dabei an die guten alten Zeiten, als wir noch unser Sparschwein am Weltspartag auf drei Banken aufgeteilt haben, um von jeder Bank im Ort ein kleines Geschenk zu ergattern. Die Geschenke fallen heute meist kleiner aus und für den Großteil der Bankgeschäfte braucht man ohnehin keine Filiale mehr aufzusuchen. Das spart Zeit. Dadurch rückt jedoch das Kundenerlebnis drastisch in den Hintergrund und führt oftmals zur Abwanderung der Kunden. Vor allem dann, wenn man als Kunde weder in der digitalen Kommunikation noch durch Imagekampagnen persönlich aufgefangen wird.

Um darzustellen, welche Chance die Bank durch das richtige Gästeerlebnis und Service ihren Kunden gegenüber bieten könnte, finde ich es wichtig, den Vergleich mit einem Hotelbesuch zu wagen. Stell’ dir dein letztes Hotelerlebnis vor: beim Eintritt in das Hotel öffnet dir ein sympathischer, junger Mann die Tür und nimmt dir den schweren Reisekoffer ab. Es folgt ein herzliches Lächeln beim Empfang an der Rezeption und ein erfrischendes Willkommensgetränk, die persönliche Anrede mit deinem Namen und ein wenig Smalltalk mit österreichischem Charme. Mehr braucht es meist nicht, um nach einer stressigen Anreise im Hotel rasch in Urlaubsstimmung versetzt zu werden. Aber auch Banken können Hospitality-Maßnahmen einsetzen, damit Kunden mit einem guten Gefühl in die Filiale eintreten und der Bank langfristig treu bleiben. In unserer digitalisierten Welt kann die verbindende Klammer zwischen Hotel und Bank der persönliche Service sein. Der Mensch steht in beiden Branchen im Mittelpunkt. Warum nicht auch beim Kreditvertrag ein nettes Gespräch mit dem Bankberater führen und die Kinder nebenbei beim Puzzlebauen Spaß haben lassen? Es wäre doch toll, wenn wir den Kassensaal mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen können? Auch, wenn wir eben einen langjährigen Kreditvertrag unterzeichnet haben. Gerade wenn wir eine feste Beziehung eingehen, wollen wir uns gut aufgehoben fühlen.

Denn neben dem bequemen Online-Bankverkehr gibt es noch immer das Bedürfnis nach einer kompetenten, persönlichen. Bei komplexen Angelegenheiten wünschen wir uns Orientierung durch das persönliche Gespräch mit dem Bankberater und möchten uns verstanden fühlen. Es geht um Vertrauen und eine Beziehung, gerade wenn sprichwörtlich Geld im Spiel ist. Eine Anekdote hierzu aus eigener Erfahrung, als ich kurz nach der Unternehmensgründung auf der Suche nach einem Kreditgeber war: nach sieben eher frustrierenden Gesprächen, in denen ich das Gefühl hatte, nicht richtig ernst genommen zu werden, traf ich endlich auf die richtige Beraterin. Eine Dame, die sich wirklich für mich, meine Vision und mein Geschäftsmodell interessiert hat und nicht eine Minute zögerte, mir ihre Zuversicht auszusprechen und somit den Weg für einen Kredit zu ebnen. Am Ende gewinnbringend für beide Seiten.

Ich habe die Bank und die Bankerin meines Vertrauens bereits gefunden. Dies wünsche ich auch vielen Unternehmern in meinem Umfeld. Eine Bank, die mir ein Service bietet, wie es gewöhnlich Private Banking Kunden vorbehalten ist, oder ein Kundenerlebnis schafft, das der Gastfreundschaft im Hotel nahekommt. Ist dir eine solche Bank, Betreuerin oder Filiale bekannt? Ich freue mich, genau dieses Team kennenzulernen und hinter die Kulissen ihrer Erfolgsgeheimnisse zu blicken! Schreib mir dazu gerne an christine@friedreich.at


Menschen wieder in den Fokus rücken

Christine durfte im Juli 2020 ein Gastkommentar im Forbes Magazin veröffentlichen.

Ein Gastkommentar von Christine Friedreich, Gründerin und Managing Director von Friedreich Hospitality.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Covid-19 unsere Gesellschaft für immer verändern wird. Die Pandemie prägt uns nicht nur persönlich, sondern beeinflusst uns auch als Unternehmer, als Reisender, als Konsument, als Angestellter. Wie genau die Zeit nach Corona aussehen mag, steht nach wie vor in den Sternen. Doch eines ist klar, nichts wird sein wie bisher.

Der damit einhergehende gesellschaftliche Wandel ist geprägt durch Gegensätze und Paradoxa. Die Gesundheit ist wichtiger denn je, doch die Wirtschaft darf deshalb nicht auf der Strecke bleiben. Freizeitvergnügungen mit unserem engsten Kreis werden seltener, doch ihr Stellenwert für unser Wohlbefinden ist massiv gestiegen. Die Interaktion mit unseren Mitmenschen ist limitiert, doch wird mehr geschätzt als je zuvor. Soziale Kontakte rücken verstärkt in den Vordergrund, Umgangsformen und Ansprüche der Gesellschaft ändern sich. Doch welche konkreten Auswirkungen hat diese von Widersprüchen geprägte Zeit auf das Wirtschaftsleben, auf unsere Arbeitswelt und Unternehmer?

Es gilt, den Fokus auf Menschlichkeit zu legen und Vertrauen zurückzuerlangen - von Mitarbeitern, Kunden und Partnern. Wie gelingt dies? In der Zeit der Krise hat sich bei Unternehmern und Führungskräften wahrlich die Spreu vom Weizen getrennt. Auf der einen Seite wurden Homeoffice-Pakete oder Drinks für den gemeinsamen Sundowner via Videokonferenz verschickt. Andere sind untergetaucht und in eine Art Schockstarre verfallen. Wie ein Hotelier Gastgeber für seine Gäste ist, so ist ein Unternehmer der Gastgeber für seine Mitarbeiter, Kunden und Partner. Um diese zu halten, gilt es, sich um ihre Bedürfnisse zu kümmern – gerade, wenn man sich nicht täglich in der Kaffeeküche austauschen kann.

Die Mitarbeiter sehnen sie sich nach einem Gefühl von Obhut und Sicherheit. Denn auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter haben sich durch Covid-19 verändert und gegenseitige Wertschätzung wird mehr denn je zu einem zentralen Wert. Um diese essenzielle Stütze jedes Unternehmens zufrieden zu stellen, lohnt es sich, das Modell der Hospitality nicht nur gegenüber Kunden und Partnern, sondern auch auf die Mitarbeiter anzuwenden. Der Mensch ist nach wie vor das Herzstück jedes Unternehmens. Deshalb sollte die aktive Zeit im Betrieb bestmöglich gestaltet und ein angenehmes Arbeitsklima bereitgestellt werden. Fühlen sich die Mitarbeiter willkommen und anerkannt, geben sie dieses gute Gefühl auch an die Kunden weiter und bieten den bestmöglichen Service. Eine Win-Win Situation für alle Seiten.

Unseren Gastbeitrag für Forbes DACH kannst du auch unter folgendem Link nachlesen.


Wer ist eigentlich der Gastgeber?

Wer ist für dich bei einem Restaurantbesuch, einer Veranstaltung, im Unternehmen der Gastgeber? Ist es die Unternehmerin, die im Hintergrund die Fäden zieht, oder sind es die Kellner und Hostessen, die direkt für den Gast da sind und für einen angenehmen Aufenthalt sorgen? Für mich ist klar, es sind die vielen bemühten Rezeptionisten, Kundenbetreuer und anderen Servicekräfte, die uns das Gefühl vermitteln vom Gastgeber persönlich betreut zu werden. Sie stärken die Kundenbindung und sind für jeden Unternehmer unerlässlich geworden.

Das Service ist der emotionalste Bereich eines Unternehmens. Unabhängig davon, in welcher Branche dieses tätig ist. Hier wird gleichbleibend große Feinfühligkeit und Sorgfalt von den Mitarbeitern erwartet. Die Servicemitarbeiter sollen gute Gastgeber sein, stets aufmerksam, kommunikativ und obendrein noch verkaufstüchtig.

Als ich zu Beginn meiner unternehmerischen Laufbahn dem Geschäftsführer eines namhaften Küchengeräteherstellers als Gastgeberberaterin vorgestellt wurde, meinte dieser spontan "Was für eine Marktlücke! Ich selbst schaffe es nicht mehr bei all meinen Veranstaltungen persönlich Gastgeber zu sein und es klappt nicht dieses Gen an meine Mitarbeiter zu übertragen." Ein Gen? Ist es die Pflicht des Geschäftsführers stets der strahlende Gastgeber zu sein? Ja und nein.

Überlassen wir die Bühne auch einmal unseren Mitarbeitern! Dazu ein kleines Beispiel aus der Gastronomie, weil diese Situation den meisten von euch bekannt sein mag. Bei Gästen, die schon lange im Voraus einen Tisch reservieren, herrscht Vorfreude pur auf einen entspannten Abend im Restaurant ihrer Wahl. Diese freudige Erwartungshaltung wird ein talentierter Kellner als Gastgeber auffangen und nutzen. Was bedeutet das konkret? Mit einem herzlichen „Guten Abend, schön, dass Sie bei uns sind“ begrüßt der Kellner die Gäste und begleitet sie zu ihrem Tisch. Das schafft Beziehung. Der Gastgeber sorgt für eine Atmosphäre, in der sich seine Gäste wohlfühlen und seine Empfehlungen gerne annehmen. So entsteht ein Mehrwehrt auf beiden Seiten - stets mit Fingerspitzengefühl und ohne aufdringlich zu wirken.

Jeder kann in diese Rolle des Gastgebers schlüpfen. Sei es der Geschäftsführer bei einem Termin in seinen Räumlichkeiten, beim Interview mit potentiellen Jobanwärtern oder die nette Dame an der Garderobe eines Restaurants. Es sind stets die Kleinigkeiten, die im Service den Unterschied ausmachen. Das sehen wir bei unserer täglichen Arbeit, wenn wir Teams unterstützen, wie man Gäste begeistert. Oft erreichen schon kleine Veränderungen eine große Auswirkung auf die Wahrnehmung der Kunden. Bekommt der Kunde beispielsweise zu Beginn einer ernsten Vertragsbesprechung keinen 08/15-Kaffee serviert, sondern eine frisch gemahlene Barista-Röstung mit cremigem Schaum, fühlt er sich willkommen und beginnt die anstehende Verhandlung mit einem viel positiveren Gefühl. Die daraus folgenden Vorteile liegen auf der Hand.

Wie man Gäste individuell betreut und ihnen die Wünsche von den Augen abliest, das ist eine Fähigkeit, die trainiert werden kann. Die eigenen Mitarbeiter darin zu schulen ein guter Gastgeber zu sein und sie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu unterstützen, ist für Unternehmen demnach eine lohnende Investition. Diese qualifizierten Mitarbeiter agieren schließlich als Gastgeber und sind verantwortlich dafür, dass es den Kunden gut geht. Wir unterstützen dabei mit bewährten Konzepten aus Hotellerie und Gastronomie, um das Wohl der Kunden verstärkt in den Fokus zu rücken. Denn durch Corporate Hospitality werden diese Kunden zu Gästen und bleiben dem Unternehmen treu.

Die Gastronomie hat den Wert zufriedener, umsorgter Kunden bereits erkannt. Ich denke jeder von uns kennt ein Lokal, das man aufgrund der netten Atmosphäre und aufmerksamen Bedienung immer wieder gerne besucht. Diese Gastfreundschaft hat auch in jeder anderen Branche eine hohe Wertigkeit, denn sich wohlfühlende Kunden kommen gerne wieder. So ergibt gelebte Corporate Hospitalit eine Win-Win Situation für beide Seiten. Die Kunden fühlen sich umsorgt und das Unternehmen kann auf eine langfristige Partnerschaft zählen.

Wo hattest du zuletzt ein tolles Erlebnis mit einer Servicekraft, die für dich ein Top-Gastgeber war? Ich freue mich von dir zu lesen oder auf einen gemeinsamen Besuch in deinem Lieblingslokal.


Zeitreise viennacontemporary

Im Moment fühle ich mich immer wieder einmal in das Jahr 2012 zurückversetzt. Vieles war neu und ich stand kurz vor der Gründung meines Unternehmens. Ziemlich genau heute vor acht Jahren war ich intensiv damit beschäftigt, gemeinsam mit einem gänzlich neuen Team, die erste Kunstmesse viennafair unter neuer Führung in Wien im Messezentrum auf die Beine zu stellen. Wir haben Nächte durchgearbeitet und die Anforderungen des neuen Eigentümers haben sich immer wieder geändert. Ähnlich, wie die Herausforderungen in dem ganz besonderen Corona-Jahr 2020.

Angefangen hat mein Engagement aber bereits im Februar davor, als ich im Zuge des Aufbaus meines Unternehmens auf der Suche nach einem Teilzeitjob war und als Freelancerin Sales Calls machte. Dabei wurde mir bewusst, dass in vielen Bereichen die Hospitality Leistungen fehlten und übernahm kurzerhand Ende des Sommers weitere Verantwortungsbereiche im Rahmen der Messe. Vom VIP Management bis zum gesamten Hospitality Management vor Ort.  Bis heute haben sich meine Aufgabenbereiche in der Beratung und laufenden Betreuung laufend verändert. Es waren Jahre voller Höhen und Tiefen. Ich bekam immer wieder die Chance, neue Dinge zu lernen und wuchs dadurch beruflich, wie auch persönlich, enorm. Von der Herausforderung im ersten Jahr, in dem die Gäste viel zu früh, noch vor den offiziellen Öffnungszeiten, kamen und den VIP-Bereich stürmten bis hin zu den allseits bekannten last minute Änderungen bei Veranstaltungen im Moment der Eröffnung. In den darauffolgenden Jahren übernahmen wir zusätzlich die Catering- und Sponsorenbetreuung und konnten somit eine langfristige Beziehung zu ebendiesen Partnern aufbauen. Im vierten Jahr unterstützte ich das Team bei der Suche nach einer neuen Location, deren Wahl dann schlussendlich auf die Marx Halle fiel. Es machte den Anschein, dass nun endlich alles rund laufen würde, als wir wiederum eines Besseren belehrt wurden. So war ich gerade auf einer Veranstaltung in Vorarlberg, als um sieben Uhr morgens plötzlich der Anruf kam, dass die Marx Halle in Flammen stand. Ich ließ alles liegen und stehen und setzte mich in den ersten Zug zurück nach Wien, um vor Ort bei den Aufräumarbeiten zu helfen und alles zu tun, um die Messe doch stattfinden zu lassen. Mit enormem Einsatz haben wir es geschafft, den Wiederaufbau rechtzeitig abzuschließen und die Kunstmesse konnte wie geplant eine Woche darauf stattfinden. So brachte jedes Jahr beständig neue Herausforderungen mit sich.

Und auch heuer in einem Jahr voller Ungewissheiten wollte die viennacontemporary ihre jährlichen Stolpersteine nicht aus dem Weg räumen. Wie soll die Messe unter den strengen Auflagen der Regierung stattfinden können? Welche Maßnahmen müssen wir setzen, um die Gesundheit und Sicherheit der Kunstliebhaber nicht zu gefährden? Viele neue Fragen, die mich gespannt jede Pressekonferenz der Bundesregierung verfolgen ließen, um letztendlich die Kunstmesse auch heuer wieder in altem Glanz mit neuem Rahmen erstrahlen lassen zu können. Die VC ist heuer zwar kleiner, jedoch sicherlich auch feiner als je zuvor. Ich freue mich schon auf die zahlreichen Neuerungen und die abwechslungsreichen, jedoch auch anspruchsvollen Tage ganz im Zeichen von Kunst und Design. Besonders die diesjährige VIP-Lounge ist mein persönliches Highlight und ich zähle schon die Tage bis sich die Türen der Marx Halle erneut öffnen. Ich freue mich, auch dich dort begrüßen zu dürfen. Alle Infos findest du unter hier.

Alles in allem kann ich sagen: Die Kunstmesse legte den Grundstein für viele darauffolgende Aufträge. Ich bin Renger van den Heuvel und dem gesamten Management aus dem Jahr sehr dankbar, die von Anfang an ihr vollstes Vertrauen in mich gesetzt und vom ersten Moment an mich geglaubt haben. Dafür möchte ich Danke sagen! „Gemeinsam haben wir es von den Top 100 der internationalen Kunstmessen unter die Top 20 geschafft. Christines Blick für Details und ihr Fokus auf Hospitality hatte erheblichen Einfluss darauf", so darf ich Renger zitieren. Auch wenn es in diesem Jahr turbulent zugeht und Vieles kurzfristig ist – ich freue mich auf viele weitere Jahre im Auftrag moderner Kunst.


Nervenkitzel pur.

Ein Bekannter hat mich einmal gefragt, ob ich denn immer dann angerufen und eingebunden werde, wenn es bei einem Projekt fünf vor zwölf ist. Gute Frage! Damals habe ich die Stirn gerunzelt und mich gefragt, wie er nach wenigen Jahren bereits so ein Muster erkennen konnte. Heute, ein paar Jahre später würde ich die Frage mit Ja beantworten; da hatte er recht. Denn auch mir ist mittlerweile bewusst geworden, dass das nicht nur einmal der Fall war. Ja, wir sind lösungsorientiert, verlässlich und mit einem großen Netzwerk an Freelancern und Partnern auch sehr flexibel, wenn es um die kurzfristige Umsetzung von Projekten geht. Aber warum setzten wir uns eigentlich freiwillig, ja sogar gerne, diesem Nervenkitzel aus?

Angefangen hat eigentlich alles mit meinem ersten Kunden im Jahr 2012. Ich war gerade für das Österreichische Olympische Komitee in London engagiert, als mich der Anruf erreichte, dass dringend ein VIP und Hospitality Manager für eine Messe in Wien gesucht wird. Knapp zwei Wochen später, gefühlt zwei Stunden nach der Landung in Wien Schwechat, saß ich im damaligen Büro der viennafair und arbeitete fortan 18 Stunden täglich am Erfolg dieser Messe. Die erste Ausgabe unter neuer Führung und sicherlich hatte auch dieser begeisterte Einsatz damit zu tun, dass ich seither jährlich im September und die Wochen bzw. Monate davor für die Kunst im Einsatz bin.

Im Frühjahr 2019 war es dann das Hospitality Management für ein Großprojekt in Indien, zu dem die erste Anfrage weniger als zwei Monate vor Start ins Haus flatterte und der Flug für uns knapp 2 Tage vor Abreise gebucht wurde. Im Herbst desselben Jahres ein Engagement in einem für uns gänzlich neuen Tätigkeitsfeld – wir wurden für die Hospitality Betreuung und den reibungslosen Ablauf eines Konzerts als Koordinatoren ins Boot geholt. Beide Aufgaben zeigten, dass unsere Spontanität anscheinend weiter bekannt ist, als wir zu träumen glaubten. Wir sollten innerhalb von zwei Wochen die gesamte Guest Experience für ein Konzert organisieren – von der Einladung über das komplette Location Management, die Dekoration, die Genehmigungen bis hin zum Transport und das Stellen des Teams. Viele offene Fragen. Wieso wir? Wir machen Hospitality Konzepte, aber keine Konzerte. Noch dazu für Theodor Currentzis – den zu dem Zeitpunkt aufstrebendsten Dirigenten am internationalen Parkett. Sind wir dafür überhaupt der richtige Ansprechpartner? Anspruchsvoll wäre durchaus noch untertrieben, wenn es um die Liste der Anforderungen ging. Als Location wurde eine Kirche im Zentrum Wiens ausgewählt. Aufbauten und Proben wurden zwischen andere Messen und Konzerte gequetscht und 60 Musiker sollten während der Performance eine Kerze in der Hand halten. „Hilfe, ich brauche kein Notre Dame Desaster in Wien“, schoss es mir durch den Kopf, um zeitgleich die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen zu planen. Doch es war der Wunsch eines langjährigen Kunden und wir wollten ihn gerne dabei unterstützen, sein Projekt erfolgreich über die Bühne zu bringen. Trotz Vollauslastung haben wir alle Projekte und Aufgabenstellungen jongliert, innerhalb von 24 Stunden ein neues Team zusammengestellt und konnten knapp zwei Wochen später von Mitternacht bis zwei Uhr Früh 500 begeisterte Gäste in der Minoritenkirche in Wien begrüßen. Nervenkitzel pur.

Enorme Lösungsorientiertheit und Flexibilität ist in diesen Bereichen sehr gefragt. Gut, wenn man auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen kann, auf welches Verlass ist. Ohne diese Partner wären nämlich viele dieser Aufgaben schier unmöglich und der spannende Nervenkitzel würde wohl eher einer kleinen Panikattacke gleichen. Was aus meinem ersten „kurzfristigen Projekt“ aus dem Jahr 2012 geworden ist? Das geplante kurze Intermezzo entwickelte sich zu einem aufragenden, jährlichen Fixtermin. Und die viennacontemporary jedes Jahr aufs Neue mitgestalten zu können, ist wahrlich reine Spannung und ein gewisser Kick. Besonders heuer ist der begleitende Nervenkitzel heftiger als je zuvor. Viele neue Herausforderungen und ungewisse Veränderungen lassen mich gespannt jede Pressekonferenz verfolgen, um auch heuer wieder ganz im Zeichen der Kunst, die viennacontemporary erfolgreich über die Bühne zu bringen. Nervenkitzel pur!


Meine Sommerfrische in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien.

Österreich steht für mich für Gastfreundschaft. Deshalb verbringe ich hier so gerne meine Urlaube und versuche, so oft es geht, im Sommer an den schönsten Plätzen in Österreich zu arbeiten. In diesem Teil der Blogserie nehme ich euch nun weiter mit auf meiner Reise durch unsere Heimat, nach Oberösterreich, Niederösterreich und wieder zurück nach Wien.

Oberösterreich
Wer zum Baden, Paddeln oder Segeln an den See möchte, der ist in Oberösterreich gut versorgt. Zum Traunsee habe ich dank ein paar Freunden, die dort leben eine ganz besondere Beziehung. Der See und die Umgebung bieten ein umfangreiches Wassersportprogramm an und überzeugen auch abseits des Wassers mit weitläufigen Wanderwegen für groß und klein, vom Anfänger bis Profi mit Kletterseil. Nach dem Wasser- und Wanderspaß solltet ihr unbedingt die Küche im Seehotel Traunsee probieren. Das Restaurant Bootshaus, eines meiner bisher besten kulinarischen Erlebnisse, hat mit seinem exzellenten Service und einnehmender Herzlichkeit bei meinem ersten Besuch alle Erwartungen übertroffen.

Mehr als nur einen Abstecher wert sind auch die drei Institutionen von Philip Rachinger und seiner Familie. Im Mühltalhof in Neufelden tischt er impulsive wie nonchalante Naturküche der höchsten Güteklasse auf, während im ehemaligen Stadl Fernruf 7 ungezwungen und entschleunigt gespeist wird. Sushi und Stelze und allerlei köstliches anderes Bier-Food gibt’s im neuen Braugasthaus der Biobrauerei Neufelden, dem Hopfen und Schmalz. Und da es bei der enormen Auswahl an Weißbier, Zwickl und Co ziemlich unmöglich ist, nur bei einem Anstandsbier zu bleiben, rate ich jedem eine Nacht im Mühltalhof zu genießen und zur Erfrischung am Morgen vor dem Frühstück noch in die Große Mühl zu springen. Meiner Meinung nach ein wunderbares Paket für ein entspanntes Wochenende, das man am Sonntag vor der Abreise noch mit der besten Kardinalschnitte von Philipp’s Oma abschließen sollte!

Für einen Ausflug empfehle ich Designafficionados die Textilfabrik Leitner Leinen in Ulrichsberg. Ein Besuch lohnt sich auch für alle außerhalb der Hospitality Branche, wenn man seine Gäste mit den wunderbaren Textilien, egal ob als edle Stoffserviette oder elegantes Tischtuch, mit den weichsten Handtüchern oder mit feiner Bettwäsche begeistern oder als Mitbringsl überraschen will.

Niederösterreich
Durch meine schöne Schulzeit an der HLF Krems habe ich die Stadt Krems und die umgebende Region, vom Traisental bis zur Wachau, schon sehr früh schätzen und lieben gelernt und natürlich auch hier die ein oder anderen Tipps für euch parat. Abseits der touristischen Pfade kann ich euch in Traismauer den Hafen mit dem angrenzenden Campingplatz und das Donaurestaurant von guten Freunden  empfehlen. Weiter geht es bei meiner Reise durch Niederösterreich ins Esslokal nach Hadersdorf, das ihr nach einer 15-minütigen Autofahrt erreicht. Roland Huber, der dem „Le Ciel“ vier Hauben erkochte, serviert hier unwiderstehliche Wohlfühlküche, oft mit asiatischem Einfluss. Von dort etwas mehr als einen Steinwurf entfernt, findet im Weinkeller des Restaurant Pfefferschiffs in Gedersdorf einen Heurigen der anderen Art. Ab 18. September 2020 findet dort die nächste „Kellerroas“ statt, wo beste regionale Heurigenküche auf seltene, edle Tropfen trifft. Wer ausgezeichneten Sekt & Pet-Nat schätzt, ist ein paar Kilometer weiter in Langenlois bei Christina Hugl bestens aufgehoben. Sie serviert mit viel Feingefühl die perlenden Köstlichkeiten mit unverwechselbarem Charakter. Wer zwischen den kulinarischen Hochgenüssen das Designmekka Niederösterreichs erkunden möchte, dem bietet sich ein Ausflug in das Schloss Walpersdorf und dem wunderschönen Lederleitner Home Store an, der mit moderner Stilsicherheit und großartigen Einrichtungsideen begeistert.

Wer mich kennt weiß, dass ich meine Wochenenden gerne am Rad verbringe und gerne von Wien aus eine Radtour mache. Gerne geht es dabei durch den Wienerwald in Richtung Tullnerfeld nach Langenlebarn. Als Belohnung der sportlichen Strapazen kehre ich sehr gerne  in der Gastwirtschaft Floh oder dem Restaurant Wolf ein! Ebenfaslls, perfekt für einen Tagesausflug oder den für mich besten Afterwork Drink ist meine Heimatgemeinde Leobendorf im Weinviertel. In nur 18 Minuten landet man von Wien aus mitten in der Natur. Absolut empfehlenswert sind die Besichtigung der Burg Kreuzenstein und ein Abstecher zum Heurigen Holzer mit den besten Schmankerln der Region.

Nördlicher im Waldviertel liegt eine weitere Gastroempfehlung, die von Herzen kommt: Im Juli wurde das Vianko in Groß Gerungs von der jüngeren Generation übernommen und präsentiert sich mit neuen Ideen und einem eindrucksvollen Wein- und Biersortiment. Konstantin freut sich auf euren Besuch! Wer das Waldviertel an mehr Tagen entdecken möchte, dem empfehle ich eine Spritztour durch die unterschiedlichen Ecken. Von dem Zweitwohnsitz in Drosendorf bis nach Hohenheich zu Backhausen – es gibt überall ein Hospitality Highlight zu entdecken. In der Traditionstextilfabrik gibt es neben außergewöhnlichen Stoffen auch eine tollen Designshop und spannende Kollaborationen zu entdecken.

Südlicher gelegen, hat auch das Mostviertel einiges zu bieten. Besonders das Bergsteigerdorf Lunz am See hat es mir angetan. Hier könnt ihr durch die wunderbar faszinierendde Bergwelt wandern oder in einem der schönsten Seen mit ausgezeichneter Wasserqualität baden und abends von der Zuschauertribüne aus kulturelle Darbietungen auf der Lunzer Seebühne bestaunen.

Wien
An den wenigen Tagen oder Wochenenden, wo ich bei sonnigem Wetter in den Sommermonaten doch in Wien bleibe, findet ihr mich abends mit großer Wahrscheinlichkeit im Türkenschanzpark mit einem guten Buch in der Hand, am Rad im Wienerwald, oder an der alten Donau beim Segeln. Wer es gemütlicher angehen möchte, dem empfehle ich den Weitwanderweg entlang der schönsten Wohngegenden Wiens. Dazu genießt ihr einen herrlichen Blick über Wien und am besten ein gutes Gläschen Wein. Wenn ihr danach Lust auf einen Heurigenbesuch der ganz besonderen Art habt, empfehle ich euch ihr bei Jutta Ambrositsch vorbeizuschauen. Mit ihrem „Buschenschank in Residence“-Projekt haucht sie abwechselnd ehemaligen Heurigen neues Leben ein und offeriert ausgewählte Speisen und Weine in höchster Qualität. Als gehobenere Dinnerlocation ist Pichlmaiers zum Herkner der ideale Platz. Das Team vereint den Charme des Wienerwaldes mit raffinierten Kreationen und bietet einen wunderschönen Gastgarten.

Auch an Frühstückslocations hat Wien definitiv einige Glanzstücke zu bieten. Als Landkind im Herzen kehre immer wieder gerne für ein Frühstück im Landkind im 15. Bezirk ein. Hier gibt es alles, was mein Herz begehrt. Wenn ihr euer Frühstück etwas schicker und mitten im ersten Bezirk genießen möchtet, ist The Guesthouse meine absolute Top-Empfehlung – die mit Abstand besten Eggs Benedict könnt ihr hier genießen!  Durch seine ausgezeichnete Lage bietet es sich auch perfekt dafür an, nach dem Kaffee gleich gegenüber die neueste Ausstellung der Albertina zu besuchen. An heißen Sommertagen immer ein Besuch wert!

Wer sich im vierten Bezirk befindet und Lust auf Farm to Table Bistrogerichte hat, serviert im Family Style hat, der sollte die Alma Gastrothek aufsuchen. Seit einem Jahr eines der für mich authentischsten Lokale Wiens. Hier wird aufgetischt, was Spaß macht, immer mit alpin-maritimen Einflüssen und frischesten Zutaten.

Nur im Sommer und nur bei Schönwetter, doch auf keinen Fall zu verpassen ist Gugumucks Gartenbar. Hier fühle ich mich wie nach Südfrankreich versetzt und genieße neben Botanical Cocktails die köstlichen, gratinierten Schnecken in Kräuterbutter. Zusätzlich gibt es hier immer wieder Denkanstöße in Richtung nachhaltige Zukunft sowie ein spannendes Diskussionsforum. Auch wie ein Kurztrip in den Süden fühlt sich ein Besuch im Monte Ofelio an. Im italienischen Delikatessladen gleich beim Augarten gibt es eines der besten Croissants der Stadt – womöglich auch des ganzen Landes - und unfassbar guten Espresso. Der achte Bezirk hat übrigens auch einen Meerzugang: die Fischerei Goldfisch. Hier findest du nicht nur die frischesten Fische für daheim, sondern kannst im Bistro auch gleich die mediterranen Köstlichkeiten probieren.

Habt ihr noch weitere Geheimtipps für die Sommerfrische in Österreich? Schreibt mir doch eine Nachricht per Mail oder über Social Media!


Meine Sommerfrische in der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland.

Auch im diesjährigen Sommer versuche ich so oft es geht außerhalb meiner Wiener Wohnung zu arbeiten und dabei meine liebsten Plätze und gute Freunde in Österreich zu besuchen. Es geht einfach nichts über den Mix aus heimischer Bergluft, kristallklaren Seen und ausgezeichneter Gastfreundschaft. In diesem Teil der Blogserie nehme ich euch mit in die grüne Steiermark, ins sonnige Kärnten und die schönsten Flecken im Burgenland.

Steiermark
Für alle Aktiven hält die Steiermark einiges zum Erkunden mit einer Wanderung bereit. Vom Gesäuse über das Hochschwabgebirge bis hin zum Dachsteinmassiv und den Schladminger Tauern findest du hier bestimmt deine ideale Route. Das beste Fotomotiv in der Nähe von Schladming ist aber eindeutig der Spiegelsee. Hier am besten vor 9 Uhr (Öffnungszeit der Gondel) mit einer Sonnenaufgangswanderung über die nahegelegenen Gipfel in den Tag starten und die Tour mit einer erfrischenden Pause am See abschließen. Als Unterkunft für den Urlaub in dieser Region empfehle ich das Thaler’s Mariandl in Rohrmoos. Geführt von lieben Freunden von mir fühlt sich dort jeder durch die herzlichen Gastgeber willkommen und wird bestimmt von der außergewöhnlichen Auswahl an Weinen begeistert sein. Ich bin selbst immer wieder zu Gast und liebe es auch, hier auch hin und wieder an der Bar bzw. im Service auszuhelfen.

Wen es weiter südlich in die Landeshauptstadt Graz verschlägt, dem empfehle ich das neue Designhotel Hotel Kai36 zum Übernachten, auf einen Kaffee oder zum aktuell besten Frühstück der Stadt! Abends empfehle ich euch, dem Wirtshaus Laufke einen Besuch abzustatten und wenn es kein großes Essen sein soll, dann gehe ich immer wieder gerne beim alteingesessenen Delikatessenladen Frankowitsch mitten in der Grazer Altstadt auf ein Brötchen, gefolgt von einem cremigen Törtchen aus der hauseigenen Patisserie, vorbei. Auch lohnt es sich, in die Hofsaison im Landhaushof zu schauen und das fabelhafte Dekor - heuer eine schillernde Unterwasserwelt - zu bestaunen und die besten Cocktails der Stadt sowie eine gigantische Auswahl an Gin zu verkosten.

Eine halbe Stunde weit von Graz wartet der Kesselfall in Semriach schon auf deinen Besuch. Der wildromantische Klammsteig eignet sich perfekt als Tagesauflug in der Natur und glänzt vor allem durch seine vielen Brücken und Stege entlang des rauschenden Wasserfalls. Ebenfalls nur eine kurze Autofahrt davon entfernt, durften wir einen besonderen Servicemoment am Töchterlehof in Anger erleben. Nach unserer Besichtigung des Gestüts, wollten wir noch ein paar Stutenmilchprodukte für Zuhause mitnehmen. Dafür wurde uns extra eine kleine Teststation zum Probieren vorbereitet, um ein perfektes Erlebnis des Produktes zu garantieren. Wir waren hellauf begeistert.

Weiter im Osten besticht die Schokoladenfabrik von Zotter nicht nur mit ihrem Tiergarten und verführerischen Kostproben, sondern auch mit einem riesigen Sortiment feinster biologischer Fairtrade Schokolade. Für mich ein idealer Tagesausflug für die ganze Familie und mit schokoladigen Geschenken in den außergewöhnlichsten Sorten perfekt als Mitbringsl oder fürs Naschen daheim.

Mein persönliches Must-See: Die Südsteirische Weinstraße mit ihren köstlichen, heimischen Weinen, dem fruchtigen Sturm, einer zünftigen Brettljause und gerösteten Kastanien im Spätsommer. Wer auf der Suche nach außergewöhnlichem Weißwein ist, dem rate ich die Goedwinemakers aufzusuchen. Der Morillon als auch der Sauvignon Blanc hier sind eine Klasse für sich und Bastian nimmt sich für jeden Besucher Zeit alles über die Produktion und das Weingut zu erzählen. Wer gerne Schaumwein trinkt, der sollte beim Weingut Harkamp vorbeischauen und einen lauen Sommerabend mit einer Flasche des hauseigenen Muskatellersekts verbringen. Wer anschließend gerne in einem Top-Buschenschank direkt an der Weinstraße einkehren möchte, dem empfehle ich das Weingut Kögl. Die Gastgeberin Tamara Kögl ist eine sympathische und ambitionierte Weinbäuerin und tischt stets die köstlichsten Schmankerln aus eigener Erzeugung auf.

Kärnten
Im sonnigsten Bundesland verbringe ich meine Sommerfrische am liebsten direkt am Wasser, an einem der wunderschönen Seen mit bester Wasserqualität. Wenn ich am Millstättersee bin, nächtige ich gerne in der Villa Postillion oder der Villa Verdin, wo ich mir den ersten Kaffee des Tages direkt im Café am See genehmige. Dieser ist die perfekte Verbindung aus kräftigem italienischen Espresso und österreichischer Mokka-Raffinesse und schmeckt mit Blick auf den schimmernden See noch mal um einiges besser. Gewonnen hat in den letzten Jahren wieder der Wörthersee! Fast wie in Monte Carlo fühlt man sich an der Promenade in Velden am Wörthersee, dem österreichischen Sommerhotspot. Die Villa Bulfon glänzt hier nicht nur mit einem umwerfenden Grundstück mit direktem Seezugang und äußerst gepflegtem Garten, sondern auch mit zwei grandiosen Restaurants (spanische Tapas und Soul Food direkt am Wasser).

Auch ein fantastischer See, den man gesehen haben sollte, ist der Weißensee in den östlichen Gailtaler Alpen. Hier checke ich besonders gern im gemütlichen Genießerhotel Forelle oder im klimaneutralen Biohotel Gralhof ein. Begeistert bin ich jedoch nicht nur vom klarsten Wasser der Alpen - der Weißensee hat etwas Einzigartiges geschafft, das meiner Ansicht nach Benchmark für viele Tourismusregionen sein sollte: autofreier und nachhaltiger Tourismus. So steht einem ruhigen und idyllischen Urlaub nichts im Wege. Ein weiterer Tipp zum Ankommen und Wiederkommen im malerischen Gailtal: das Biohotel der daberer mit seinem Fokus auf Menschlichkeit, Qualität, Natur und Atmosphäre. Im ganzen Hotel sprudelt gelebte Hospitality, die von Herzen kommt. Man spürt förmlich, dass die Familie Daberer und ihr Team Gastgeber aus Leidenschaft seit Generationen sind! Am Weg empfehle ich euch noch im Bärenwirt in Hermagor vorbeischauen. Dort gibt es delikate Gerichte aus den besten Zutaten direkt aus dem Gailtal. Die Leidenschaft für das Handwerk schmeckt ihr garantiert bei jedem Bissen.

Etwas südlicher an der Grenze zu Italien bietet der 150km lange karnische Höhenweg ein Wandererlebnis der besonderen Art. Er vereint Natur und Geschichte in eindrucksvoller Weise. Die im 1. Weltkrieg hart umkämpfte Grenze wird heute auch als Friedensweg bezeichnet und begeistert durch seine schönen, abwechslungsreichen Landschaften. Die Verbindung aus italienischem Dolce Vita und österreichischer Gastfreundschaft spürt man auf nahezu jeder Hütte.

Burgenland
Das östlichste aller Bundesländer ist vor allem für zwei Dinge bekannt: den Neusiedlersee und seine erstklassigen Weine. Hier nenne ich gerne meine Freunde Yvonne und Christian als fabelhafte Winzer. Die beiden sind richtige Shootingstars, wenn es um die besten Rotweine geht und ich bin hellauf begeistert von ihrem Weingut Christian Kirnbauer. Wenn ihr eher auf der süßen Seite seid, solltet ihr unbedingt das Weingut Haider in Illmitz besuchen und dort einen fabelhaften Süßwein verkosten. Auch meine Freunde Thomas und Gerald von der Labstelle Wien kreieren heuer außergewöhnliches im Burgenland. Ihr Sommer Pop Up am Gut Minihof liegt im südlichsten Zipfel des Burgenlandes und begeistert mit innovativen Ideen, die während des Lockdowns hervorgesprudelt sind

Allen Sportlichen lege ich eine Umrundung des Neusiedlersees mit dem Rad ans Herz. Ich habe dadurch letztes Jahr in so kurzer Zeit so viele schöne Eindrücke gewonnen und jeder Ort entlang des Ufers begeistert mit neuen Köstlichkeiten. Wer in Gols Halt macht, dem rate ich das Weingut Rommer aufzusuchen. Es kredenzt typische Weine der Region in bester Qualität, naturnah geerntet von Hand. Wer nach ein paar Gläschen Wein nicht mehr weiterradeln möchte, ist im Boutiquehotel Domizil bestens aufgehoben. Mein Highlight: der hoteleigene Shop mit ausgewählten Wohnaccessoires und netten Mitbringsel. Westlich von Gols, wartet die Kellergasse in Purbach mit meiner Empfehlung des Gut Purbachs unter Max Stiegl. Es vereint zeitgemäße und traditionelle Küche zu einem ganz besonderen Erlebnis. Alleinstellungsmerkmal: die exzellent zubereiteten Innereien und Raritäten.

Dann gibt es weiter nördlich im Burgenland heuer auch laufend Kulinarikevents im Franz von Grün PopUp Bistro. Hier treffen regionale Produzenten auf beliebte Gastköche und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Regionalität, Nachhaltigkeit und Solidarität vereint in Perfektion. Mein Geheimtipp: der Franz Breakfast Club als idealer Start in den Tag.

Im Mittelburgenland liegt das Boutique Hotel zum Oberjäger mitten in einem traumhaften Schlosspark. Das Hotel verbindet Modernität mit Geschichte. Der Besuch im Blaufränkischland lohnt sich demnach nicht nur für ein gutes Achterl Wein, sondern auch für das reichhaltige Frühstück und den Einblick in das Leben Esterházys.

Kurz vor der ungarischen Grenze wartet noch ein besonderes Glanzstück auf euch. Alte Kellerstöckel wurden zu drei exklusiven Weinlofts umgestaltet. Hier lassen sich entspannte Tage mitten im Weingarten je nach Vorliebe mit Infrarotkabine, Sonnenterasse oder Whirlpool und viel Ruhe verbringen.

Wo verbringt ihr eure Sommerfrische am liebsten? Welche Plätze sind euer Must-Sees? Schreibt mir doch eure Tipps, ich würde mich freuen.


Meine Sommerfrische in Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

Wie so oft, arbeite ich auch im heurigen Sommer wieder in den schönsten Orten in Österreich. Besonders in diesem außergewöhnlichen Jahr voller Herausforderungen schätze ich die heimische Gastfreundschaft, die herzlichen Menschen und die wunderbare Natur mit ihren Gipfeln, Seen und Weingegenden noch um ein Vielfaches mehr. In den kommenden Blogartikeln lasse ich euch an meiner Sommerfrische teilhaben und verrate meine Geheimtipps zu Hospitality-Perlen, ausgezeichneten Gourmeterfahrungen und besonderen Servicemomenten in ganz Österreich.

Vorarlberg
Unsere Reise durch Österreich starten wir im westlichsten aller Bundesländer, wo viele verborgene Schätze warten, die alle gut vom Bodensee bzw. einer der Städte am See zu erreichen sind. Was mich schon seit vielen Jahren immer wieder ins Ländle bringt, ist das FAQ Festival im Bregenzerwald. Inspirierende Persönlichkeiten, Austausch zwischen Philosophie, Wirtschaft, Kunst, Handwerk, Medien und etlichen anderen Bereichen, gutes Essen, tolle Musik und das heurige 5-Jahres-Jubiläum überzeugen mich auch 2020 wieder vorbeizuschauen und meine Perspektiven zu erweitern.

Abseits des spannenden Festivals genieße ich eines der unzähligen, wunderbaren Hotels im Bregenzerwald, der sowieso eine meiner Lieblingsregionen in Österreich ist. Im familiengeführten Hotel Gretina in Bezau fühle ich mich besonders wohl. Es ist alles, was ich mir von einem tollen Hotel wünsche: authentisch, gemütlich, herzlich und hat darüber hinaus ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Ebenfalls in Bezau, jedoch hoch oben am Berg, kehre ich immer gerne im Jagdgasthaus Egender zum Essen ein. Hier gibt es das volle Programm zum Runterkommen: ein schlechtes Mobilfunknetz, die herrliche Bergwelt, Natur pur und (vor allem) die besten Käsespätzle. Gleich in der Nachbargemeinde Bizau lohnt es sich bei Edith’s vorbeizuschauen. Der feine Laden versorgt mich mit allem, was uns Damen gut gefällt: buntem Geschirr, Dekoartikel im Scandi-Style und jeder Menge hübschem Schnickschnack. Wenn ich mir etwas Besonderes gönnen möchte, kann es als Unterkunft auch gerne der Gasthof Krone in Hittisau oder das Boutiquehotel Bären in Mellau sein. Ins letztere solltest du unbedingt auf einen vorzüglichen Kaffee vorbeischauen. Wem es im Tal zu heiß ist, dem rate ich, den Arlberg für eine kühle Sommerfrische aufzusuchen. Als Unterkunft könnt ihr zu Patrick und Benjamin in das herzlich geführte Hotel Arlberg fahren. Mit frischer Rohmilchbutter und würzigem Bergkäse von der Alm im Gepäck werdet ihr bestimmt vollauf begeistert nach schönen Stunden im Ländle abreisen.

Kulinarisch freue ich mich heuer schon auf die Neueröffnung des Jahres. Im Frühjahr hat Theresa Feurstein gemeinsam mit Milena Broger (bekannt von vielen ihrer Stationen, unter anderem vom Klösterle und dem Schulhus in Zug) das Weiss in Bregenz eröffnet. Bekannt für höchste Qualität und einen Fokus auf Regionalität wurde hier ein echter Hotspot für Hospitality geschaffen. Übrigens, warme Küche gibt es hier bis 24 Uhr: der perfekte Ort also für ein köstliches Beef Tatar mit Heuemulsion als Mitternachtssnack.

Tirol
Auch auf der Tiroler Seite des Arlbergs finden sich empfehlenswerte Plätze zuhauf. Alpine und überaus kreative Küche kredenzt James Baron (Platz 26 der 50 besten Köche Österreichs) im Hotel Tannenhof in St Anton. Seine außergewöhnliche Küche durfte ich bereits bei der ein oder anderen Veranstaltung kennenlernen: das Hotel und Restaurant sind definitiv eine Reise wert für Gastro- & Hospitality-Fans.

Wenn ich Freunde in Innsbruck treffe, dann gehört ein gemütlicher Abend auf der Buzihütte über Innsbruck als Fixpunkt seit vielen Jahren dazu - eine Erinnerung aus meiner Zeit in Tirol. Das urige Ambiente und die Sonnenterasse mit grandiosem Weitblick sind neben der köstlichen Knödelkarte meine persönlichen Highlights. Vom Inntal aus versuche ich auch oft auf einen kurzen Abstecher am Achensee vorbeizuschauen. Dieser ist mein persönlicher Kraftplatz und als Ausgangspunkt für Wanderungen in meinen Top 10 in den Alpen.

Durch meine schöne Zeit an der FH Kufstein kehre ich immer wieder gerne für ein paar Tage in die "Perle Tirols" zurück. Erst kürzlich habe ich gleich in der Nähe das Wellnesshotel Juffing in Hinterthiersee entdeckt. Die unglaublich herzliche und persönliche Führung durch Sonja Juffinger-Konzett macht es für mich zum idealen Platz zum Entspannen und Abschalten. Ganz in der Nähe lädt der Thiersee zum Plantschen ein und der Pendling bietet einen unglaublichen Blick auf die gesamte Region - das Inntal und das Kaisergebirge.

In Osttirol kehre ich gerne in den Dolomitenhof in Tristach ein, der weit über Lienz hinaus für seine Tiroler Gastfreundschaft bekannt ist. Meine Freunde vom Studium, Thomas und seine Frau Romana führen das kleine Landhotel mit viel Liebe und Hingabe. Es bietet den idealen Ausgangspunkt zum Wandern im Nationalpark Hohe Tauern, wo man eine einmalige Flora und Fauna erleben kann und sich die urigen Hütten perfekt für einen gemütlichen Einkehrschwung anbieten.

Ein wenig gehört Südtirol für mich ja auch noch zu uns – besonders wenn es um Hospitality in Kombination mit Design geht, sind uns die Südtiroler in vielen Belangen einen Schritt voraus. Da blicke ich gerne über die Grenze. Vom Hotel Miramonti bis hin zu den vielen kleinen Unterkünften mit ganz besonderem Charme – an jeder Ecke gibt es hier Inspiration und etwas Neues zu entdecken.

Salzburg
Wen es in die Stadt Salzburg verschlägt, der sollte den Tag mit dem wohl besten Kaffee der Stadt im 220 grad beginnen. Anschließend bietet sich ein Ausflug in den Tierpark Hellbrunn zum Spazieren und Staunen an. Besonders das junge Nashorn ist im Sommer 2020 ein herziges Highlight für Jung und Alt. Wenn dann spontan die Berge rufen, dann empfehle ich euch die 10 Minuten von der Stadt entfernten Rauchenbühelhütte meines Freundes Florian am Gaisberg. Der Ausflug ins Grüne lohnt sich schon bei der Auffahrt: hier hat man den besten Ausblick auf die Stadt. Highlight der Hütte ist der großartige Schweinsbraten, den man sich nach dem Aufstieg zu Fuß auf jeden Fall verdient hat! Für alle Bergfüchse ist in diesem Sommer außerdem besonders das Zwölferhorn am Wolfgangsee zu empfehlen. Da die Bahn restauriert wird, machen sich nämlich besonders viele Einheimische und waschechte Bergsportler auf den Weg hinauf zum Berg. Denn normal ist der Gipfel bei unseren Gästen aus Asien beliebt! Besonders lohnt es sich, wenn du zeitig am Morgen startest und dann nach dem Gipfelsieg in der Lärchenhütte einkehrst. Dort wartet schon eine unglaubliche Auswahl an selbstgemachten Frühstücksspezialitäten auf dich. Von Porridge bis Käse vom Bergbauern und selbstgebackenem Knäckebrot ist alles dabei, was das Sportlerherz begehrt. Dann ein Sprung in den See? Während der Fuschlsee und Wolfgangsee allseits beliebt sind, schätze ich ganz besonders die Ruhe am Hintersee. Ich habe diesen im Winter kennengelernt und komme immer gerne im Sommer wieder. Ruhiger und von weniger Touristen belagert, offenbart sich die idyllische Gegend um den in einem Seitental versteckten See. Ein echter Geheimtipp!

Weiter im Süden wird Salzburger Herzlichkeit im Verwöhnhotel Sonnhof in St Veit im Pongau groß geschrieben. Besonders im hauseigenen Haubenlokal „Vitus Cooking“ verbindet Gastgeber und Koch Vitus Winkler raffinierte Kreationen mit einzigartigen Geschichten über Flüsse und Wälder und schafft so langbleibende Erinnerungen. Ihr könnt aber auch nach Bad Gastein fahren und den „Urort“ der Sommerfrische näher kennenlernen. Hier gibt es eine Vielfalt an tollen Unterkünften, wie das kleine Design-Boutiquehotel Waldhaus Rudolfshöhe. Einst haben schon Sissi und Co laue Sommernächte in diesem Kurort verbracht und das kaiserliche Flair ist bis heute spürbar.

Zum Abschluss und bevor es bald in die nächsten Bundesländer weitergeht, mein persönliches Highlight aus Salzburg: im Jahr 2019 bin ich von der Salzburger Seite aus mit dem Rad auf den Großglockner gefahren. Ein Erlebnis, bei dem ich meine Grenzen definitiv kennengelernt habe. Aber auch ein Gefühl, das man nicht in Worte fassen kann. Unglaublich belohnend und in gewisser Weise auch befreiend. Bald werde ich den Gipfel auch zu Fuß erklimmen – folge mir dafür doch auf Instagram und begleite mich dabei …


Der letzte Eindruck ist der, der bleibt.

Der erste Eindruck zählt - ja, das kennen wir. Und das ist durchaus richtig. Keine Frage, der erste Eindruck ist wichtig. Für Unternehmen gegenüber Kunden, für Bewerber gegenüber dem Stellenanbieter, für Flirtende beim ersten Date. Doch hast du dir schon einmal überlegt, welche Wirkung der letzte Eindruck auf dein Kundenerlebnis hat? Der letzte Eindruck schafft es innerhalb von Sekunden deinen ersten Eindruck völlig zu wandeln. Dies wurde mir erst so richtig bewusst, als ich kurz hintereinander in zwei verschiedenen Restaurants zum Essen verabredet war. Der letzte Eindruck hätte unterschiedlicher nicht sein können.

An einem Montagmittag war ich für einen Geschäftstermin zum Mittagessen in einem Restaurant verabredet. Wir kamen in das Lokal und warteten beim Empfangsdesk, um platziert zu werden. Am Tisch angekommen, genossen wir ein köstliches Mittagessen. Als wir mit diesen positiven Impressionen das Restaurant verlassen wollten, war meine Jacke nicht mehr auffindbar. Wir sprachen einen Kellner darauf an, doch dieser zeigte nur mäßiges Interesse und meinte er könne uns nicht helfen. Als wir die vermisste Jacke schließlich in einem anderen Bereich des Restaurants fanden, wollten wir den Kellner über den Erfolg der Suche informieren. Doch dieser schien keine Zeit zu haben, um uns zuzuhören. Kein „Dankeschön für Ihren Besuch". Kein „Schön, dass sie wiederaufgetaucht ist". Ein wenig enttäuscht verließen wir das Lokal. Ein letzter Eindruck, an den wir uns leider noch länger erinnern werden.

Am selben Tag traf ich mich mit ein paar Freunden auf ein Abendessen in einem anderen Lokal. Beim Eintreten in das Lokal wurden wir herzlich begrüßt und uns wurde aufmerksam die Jacke abgenommen. Wir wurden zu unserem Tisch gebracht und mit einem herzlichen „genießen Sie ihren Abend bei uns" auf das Menü eingestimmt. Ein guter Service zu Beginn, das hinterlässt Eindruck, dachten wir uns. Nach dem Essen verlangten wir die Rechnung und bekamen dazu eine Postkarte mit inspirierendem Spruch zum Versenden. Eine nette Kleinigkeit, die wir zu schätzen wussten. Wir bedankten uns für das tolle Gästeerlebnis und gaben dem Kellner Trinkgeld. Dann begleitete der Kellner uns nach der Bezahlung der Rechnung noch zum Ausgang. Dort zeigte sich nochmals seine Gastfreundschaft. Er wusste sofort welche Jacke wem gehört, hat uns in diese hineingeholfen und zur Tür geführt. Er schüttelte uns die Hand, bedankte sich für unseren Besuch und wünschte uns noch einen schönen Abend. Ein angenehmer Ausklang unseres Dinners. Wir waren uns alle einig, dass es ein hervorragendes Menü gab, aber dieser letzte Eindruck war für uns der bleibendste Erinnerung. Hospitality auf den Punkt gebracht! Wertschätzung für den Gast bis zum Schluss.

Dieses Erlebnis kann man jedem Kunden und in jeder Branche vermitteln. In einem Geschäft in der Mariahilferstraße könnte der letzte Eindruck zum Beispiel so aussehen: Anstatt mir meinen Einkauf in eine Tasche zu stecken und diesen lieblos auf den Kassatisch zu stellen, wird meine Ware liebevoll eingepackt, mir anschließend an der Seite des Tresens überreicht und mir bei der Verabschiedung für meinen Einkauf gedankt. So fühle ich mich als Kunde geschätzt und verlasse das Geschäft mit einem guten Gefühl. Und komme folglich sehr gerne wieder. Das Sprichwort „Ende gut, alles gut" scheint nicht nur eine alte Binsenweisheit zu sein, sondern vielmehr ein grundsätzlicher Leitsatz des Lebens. Der letzte Eindruck färbt das Urteil. Ein Feuerwerk macht schließlich auch erst am Ende richtig Laune, wenn die Pyrotechniker zum großen Finale ansetzen. Ich bin gespannt auf deinen letzten Eindruck, über den du auch heute noch gerne erzählst. Ich freue mich darüber zu lesen, schreib mir an christine@friedreich.at


Was machen wir eigentlich?

„Was genau ist eigentlich eure Aufgabe?“. Diese Frage haben wir schon das ein oder andere Mal gehört, wenn wir jemandem erzählen, dass wir als Hospitality Agentur tätig sind. Die Frage nach unseren tatsächlichen Aufgabenbereichen scheint nach wie vor für manche, insbesondere Branchenfremde, ein regelrechtes Mysterium darzustellen. Deshalb soll dieser Blogbeitrag unseren Beruf bzw. unsere Berufung mit all seinen Facetten verständlich erläutern und so hoffentlich ein bisschen Licht in die Sache mit der Gastfreundschaft bringen.

Kurz gesagt legen wir das touristische Konzept der Gastfreundschaft auf andere Branchen um. Das heißt, wir helfen unseren Kunden dabei, wie sie ihrem Gegenüber das Gefühl geben, willkommen und gut aufgehoben zu sein - nicht nur im Fünf-Sterne-Hotel, sondern auch beim Termin in der Anwaltskanzlei, einem Restaurantbesuch oder dem täglichen Meeting mit Mitarbeitern oder Partnern. Denn in einer Zeit, wo Produkte und Dienstleistungen immer vergleichbarer werden, macht eines den Unterschied: der Service. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir zum Beispiel einen individuellen Service und Hospitality Leitfaden, um den Serviceablauf für diverse Situationen festzulegen, damit auch jeder genau weiß, wie agiert werden muss, damit jeder Kunde sich wohlfühlt und gerne wiederkommt. Dabei sind besonders die Kleinigkeiten entscheidend – von der Pflanze an der richtigen Stelle, der optimalen Lichtstimmung oder dem erfrischenden Duft, der mir lange in Erinnerung bleibt. Genauso wie die persönliche Beziehung. Wenn dich zum Beispiel jemand beim Betreten eines Geschäftes herzlich begrüßt und dir sofort Hilfe anbietet, wirst du das Unternehmen bestimmt positiver wahrnehmen, als wenn du dich allein gelassen und ein wenig hilflos beim Anblick des scheinbar unüberschaubaren Sortiments fühlst.

„Aber macht so eine gastfreundliche Ausrichtung wirklich den Unterschied?“ Auch diese Phrase landet sicherlich in den Top 3 aller Rückfragen zu unserem Metier. Die klare Antwort ist „Ja!“. Denn einige Unternehmen haben hier Optimierungspotentiale und wir helfen gerne dabei, diese zu verbessern und Kunden, Partner und Mitarbeiter zu begeistern. Sei es mit einem cremigen, brasilianischen Kaffee oder durch ein einheitliches Auftreten aller Mitarbeiter im Einklang mit den Unternehmenswerten. Durch den geschärften Fokus auf die Bedürfnisse des Kunden, fühlt sich dieser wertgeschätzt und gut aufgehoben, kauft öfter und in größeren Mengen ein und der Aufbau einer langfristigen Beziehung geht damit spielend einher. Eine wahre Win-Win Situation für alle Beteiligten.

Über unseren Fokus auf Gastfreundschaft wurde zuletzt auch in renommierten Medien gesprochen. Warum Hospitality unsere Leidenschaft ist und warum wir in ihr den Schlüssel zum Erfolg sehen, kannst du in Sprechstunde mit der Wiener Wirtschaft (Ausgabe 25 auf Seite 22) und demnächst auch auf Forbes.at ("Unternehmer werden zu Gastgebern. Wie eine Pandemie uns lehrt, den Mensch wieder in den Fokus zu rücken“.) nachlesen. Natürlich kann ich dir gerne noch mehr über unsere Aufgaben im Dienste der Hospitality erzählen. Schreib mir dafür einfach eine Email an christine@friedreich.at oder tritt auf Social Media in Kontakt mit uns. Unser Ohr steht dir gewiss immer offen.